Das Bild zeigt das Logo der BAO Leer.Das Bild zeigt eine Collage (Inhalt: Studenten, Schloß Evenburg) .
Berufsakademie BAO Ostfriesland e.V.
Straße Ort
Telefon: | Fax:
 
Ausgewähltes Menü: "FB Wirtschaftsinformatik"

Wirtschaftsinformatik - Trends

Nach einer Untersuchung der Unternehmensberatung A.T. Kearney sind Unternehmen fast aller Branchen durch Herausforderungen im Umgang mit neuen Technologien und größeren Datenmengen zunehmend auf die IT angewiesen, um ihre Wettbewerbsvorteile zu halten oder auszubauen.
Unter dem Druck des Business werden die Mehrzahl der Unternehmen in den nächsten Jahren die IT-Organisation signifikant ändern und ihre Ausrichtung auf die Business-Anforderungen verbessern.
In den Unternehmen werden zusätzlich 25.000 neue Arbeitsplätze geschaffen, nicht aber für reine IT-Spezialisten, sondern für IT-Fachkräfte mit Wirtschafts- oder Business Know How, von denen derzeit nicht genügend ausgebildet werden.
Quelle:
http://www.atkearney.de/content/misc/wrapper.php/
id/50351/area/sitp/name/pdf_studie_next_generation_outsourcing_final_hr_121620866055ec.pdf


In der Staufenbiel-Studie "Job Trends 2007" wird festgestellt, dass bei IT-Nachwuchskräften ... die Teamfähigkeit mit 64% besonders wichtig ist. Mit jeweils 61% folgen analytische und konzeptionelle Fähigkeiten, Eigeninitiative/Eigenverant-wortlichkeit/Selbstständigkeit sowie Kommunikationsfähigkeit. Rund jedes zweite Unternehmen erwartet von Bewerbern Belastbarkeit, Engagement und Lernbereitschaft.
Haben IT-Nachwuchskräfte während des Studiums praktische Erfahrungengesammelt, z.B. im Rahmen einer Berufsausbildung, sind sie gerne gesehen (86%).
Jedes dritte Unternehmen rechnet in den nächsten Jahren mit einem steigenden Bedarf an IT-Nachwuchskräften.
Quelle:
https://www.fh-osnabrueck.de/
fh/fileadmin/users/24/upload/Career_Center/Literatur/JobTrend_0607.Staufenbiel.pdf

In der Staufenbiel-Studie "Job Trends 2008" wurden Unternehmen befragt, welche Studienrichtungen sie zukünftig nachfragen. Die drei begehrtesten Studienrichtungen stammen aus dem ökonomischen Bereich: Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftsingenieurwesen und Wirtschaftsinformatik. Dabei zeigen die Platzierungen zwei und drei das hohe Interesse der Arbeitgeber an interdisziplinär ausgebildeten Akademikern, die spezifische Fachkenntnisse mit unternehmerischen Fähigkeiten verbinden. Der Bedarf liegt deutlich vor den Disziplinen Elektrotechnik und Maschinenbau.
Quelle:
http://www.staufenbiel.de/downloads/pdf/jobTrends_2008_web.pdf

 

Studiengang Wirtschaftsinformatik - Warum an der BAO ?

Zunehmend werden in der letzten Zeit von Kleineren und Mittleren Unternehmen (KMU) auch in der Region Weser-Ems Qualifi­kationsdefizite in den Betrieben im Bereich „Wirtschafts­informatik“ festgestellt. Ebenso wer­den aktuell fehlende Studien- und Ausbildungs­möglich­keiten für zukünftige Führungs­nach­wuchskräfte im IT-Bereich diskutiert.

 

Der IT-Bereich gewinnt auch in Krisensituationen an strategischer Bedeutung, da die IT die Betriebe effizienter und leistungsfähiger macht. Auch bei einer angespannten Wirtschaftslage haben Wirtschaftsinformatik-Absolventen heute und zukünftig hervorragende Jobchancen.

 

Das vorhandene Studienangebot an Fachhochschulen und Universitäten wird von den Unternehmen als zu the­orie­lastig empfunden; zudem erweist sich die fehlende überregionale Mobilität der Universitäts- und Fachhochschulabsolventen für hiesige Unter­nehmen als problematisch.

 

Für den Bereich der herkömmlichen dualen Ausbildung (betriebl. Ausbildung in Verbindung mit Unterricht an Berufsschulen) werden in weiten Bereichen Defizite in der schulisch-fachlichen Ausbildung festgestellt. Dennoch haben Berufseinsteiger in den Unter­nehmen gute Arbeitsmög­lichkeiten und hervorragende berufliche Perspektiven, wenn Sie

  • das betriebs­wirtschaftliche Instrumentarium beherrschen, und
  • in der Lage sind, betriebswirtschaftliche und systemische Zusammenhänge zu erkennen, und
  • I u. K-Technologie i. S. der unternehmerischen Zielsetzungen zur Erreichung komparativer Vorteile effizient einsetzen können.

Auf Seite der Unternehmen besteht also ein Qualifizierungsbedarf im Bereich „Wirtschaftsinformatik“, der bisher noch nicht von einer Bildungsein­richtung im nordwestlichen Niedersachsen adäquat abge­deckt wird.

 

Parallel dazu wurden in laufenden Gesprächen mit Lehrern und Schülern der Sekundarstufe II der regionalen Schulen Qualifizierungs- und Studienwünsche im Bereich der Wirtschaftsin­formatik festgestellt[1]. Entsprechende, adäquate Studien- bzw. Ausbildungsplätze für Abiturien­ten werden in der Region nicht bzw. nur in unzureichender Anzahl bereitgestellt.

 

Deshalb hat die BAO bereits im August 2005 neben und zusätzlich zu dem bisherigen dualen Studienangebot „Be­triebswirtschaft“ einen ebenfalls dualen Studiengang „Wirtschaftsinformatik“ gestartet. Dieser Studiengang ist „passgenau“ auf die Qualifizierungsbedarfe der regionalen Wirtschaft ausgerichtet.

Zielsetzung ist nicht nur die Vermittlung von Fach- und Methodenkompetenz, sondern auch die Vermittlung von Handlungs-, Entscheidungs- und Sozialkompetenz.

 

 

Zielqualifikation/Abschlüsse und Inhalte des dualen Studienganges

 

Zielqualifikation/Abschlüsse

 

Zielqualifikation des neuen dualen Studienganges an der BAO ist der Abschluss „Wirtschaftsinformatik (BA)[2] auf Rechtsgrundlage des Nie­dersächsischen Berufsakade­miegesetzes (Nds.BAkadG). Als integrierte erste berufsqualifizierende Abschlüsse (IHK-Prüfung) können wahlweise die Berufabschlüsse

  • Industriekaufmann
  • Bürokaufmann
  • Groß- und Außenhandelskaufmann
  • Einzelhandelskaufmann
  • Schiffahrtskaufmann
  • Speditionskaufmann
  • Informatikkaufmann
  • IT-Systemkaufmann

erworben werden.

 

Inhalte

 

Der Studiengang „Wirtschaftsinformatik“ integriert Betriebswirtschaft und Informatik in Ver­bindung mit der Vermittlung entsprechender Kernkompetenzen zur Lösung betriebswirt­schaftlicher Aufgabenstellungen. Zentrale Studieninhalte sind die Grundlagen und speziellen Funktionsbereiche der Betriebswirtschaftslehre und die Informations- und Kommunikations­techniken. Folgende Schwerpunktsetzung werden vermittelt:

 

1. Allgemeine Veranstaltungen

Propädeutik (Mathematik, Statistik, Buchführung, Kosten- u.- Leistungsrechnung

Arbeitstechniken, Kommunikationstraining, Präsentation

Wirtschaftsenglisch

Recht (BGB, HGB, Gesellschaftsrecht, Arbeits- u. Sozialrecht, IT-Recht)

Betriebssysteme und Einführung Standardsoftware

 

2. Allgemeine Betriebswirtschaftslehre

Grundlagen VWL, Wirtschaftspolitik

Einführung Betriebswirtschaftslehre

Finanzierung/Investition

Produktion/Materialwirtschaft

Interne und externe Logistik/Logistikcontrolling

Absatzwirtschaft/Marketing

Unternehmensführung

Bilanzielles und kalkulatorisches Rechnungswesen

Controlling/Management

 

3. Spezielle Betriebswirtschaftslehren

Industrie

Handel

Dienstleistungen (Büro)

Verkehr/Logistik

Schiffahrt

Spedition

 

4. Wirtschaftsinformatik

Einführung Wirtschaftsinformatik

Grundlagen Programmkonstruktion und Programmierung (C/C++, SQL, JAVA ...)

Systemarchitekturen und Integrationskonzepte

Kommunikationssysteme und -netze (Intranet und Internet, e-business Architekturen)

Datenbank und Datenbankdesign, Datenbanken in Netzen

System-/Organisationsanalyse und Systementwicklung

Pflichtenhefterstellung und Kosten-Nutzenanalysen

E-Commerce (Online-Design, Web-Server-Administration, Shop-Administration)

Qualitätssicherung und Datenschutz

Projektmanagement

Informationsmanagement

 

Die detaillierte curriculare Abstimmung und Modellierung des Studienganges erfolgte gemein­sam mit interessierten Unternehmen. Ebenso wurde in Abstimmung mit Unternehmen die notwendige IT-Infrastruktur (Hard-/Software und Peripherie) eingerichtet.

 

Eine externe Begutachtung hat diesem neu entwickeltem Studiengang Hochschulniveau bescheinigt.

 

 

Nutzen und Zweck des Studienganges Wirtschaftsinformatik

 

Nutzen und Zweck für Unternehmen

 

Für die Unternehmen ergeben sich durch diesen neuen Studiengang an der BAO folgende Vorteile:

  • Wissenschaftsbezogene und praxisnahe Ausbildung von Führungsnachwuchskräften
  • Nachwuchskräfte mit Kernkompetenzen in der klassischen Betriebswirtschaftslehre und der Wirtschaftsinformatik, als
  • Generalisten mit fundierten Informatikkenntnissen an der Schnittstelle zur klassischen In­formatik
  • Nachwuchskräfte mit der Fähigkeit zur Systemanalyse und zur betriebswirtschaftlich ori­entierten Pflichtenhefterstellung
  • Enge Mitwirkung der Unternehmen bei der Studiengangsgestaltung
  • Betriebsnahe Heranbildung qualifizierten Führungsnachwuchses
  • Entfall kostenintensiver Einarbeitung neuer hochqualifizierter Nachwuchskräfte
  • Vorzüge bei der Gewinnung/Rekrutierung engagierter und hochmotivierter Abiturienten
  • Attraktive Positionierung des Unternehmens auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt für Abiturienten

Nutzen und Zweck für Abiturienten

 

Vor dem Hintergrund zunehmender Verschlechterung der Studienbedingungen an Hoch-schulen und der relativ hohen Arbeitslosigkeit von Hochschulabsolventen ergeben sich folgende Vorteile für Abiturienten:

  • Zukunftsorientiertes Studium mit kurzer Studiendauer und früher Berufsaufnahme
  • Anerkannter Studienabschluss nach insgesamt drei Jahren, integrierter erster Berufsab­schluss nach zwei Jahren
  • Enge Verzahnung von Theorie und Praxis (Lernorte Akademie und Unternehmen) mit entsprechenden Reflexionsmöglichkeiten
  • Hohe Lerneffizienz durch kleine Gruppen
  • Hohes Maß an Übernahmewahrscheinlichkeit
  • Sehr gute berufliche Entwicklungsperspektiven
  • Elternunabhängige Finanzierung
  • Wohnortnahes Studium in attraktiven Unternehmen in der Region

Nutzen des Studienganges für die Region

 

Neben und zusätzlich zu den konkreten Nutzen aus dem Studiengang Wirtschaftsinformatik für Unternehmen und Abiturienten ergeben sich für die gesamte Region folgende Nutzen und Synergieeffekte:

  • Stärkung der Struktur der Region und Erhöhung ihrer Attraktivität
  • Bindung von Begabungsreserven in der Region durch weiteren attraktiven dualen Stu­dien­gang
  • Erhöhung des beruflichen Qualifikationsniveaus in KMU´s in der Region
  • Stärkung des Kreativitäts- und Innovationspotentials in der Wirtschaft
  • Aktive Gestaltung der beruflichen Bildung in der Region
  • Förderung des privatwirtschaftlichen Bildungswesens und des Studiums im dualen System (Studium im Praxisverbund)
  • Aktives Engagement für eine anerkannte Bildungseinrichtung in der Region


[1] Z.B. im Rahmen des Berufskundlichen Unterrichtes und der Berufsorientierungstage

[2] Die Einführung dieses Studienganges als Bachelor-Studiengang (Bachelor of Science in Information Systems (B.Sc.)) wird derzeit vorbereitet.